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DSLV-Index Sammelgutspedition: Kosten in der Stückgutlogistik um 3,1 Prozent gestiegen

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Personal, Treibstoff und Maut verteuern Stückgutverkehre

Berlin, 4. April 2019

Die Abwicklungskosten im deutschen Stückgutmarkt sind im Vergleich der zweiten Halbjahre 2017 und 2018 um 3,1 Prozent gestiegen. Dies zeigt die aktuelle Ausgabe des „Kostenindex Sammelgutspedition“ des DSLV Bundesverband Spedition und Logistik. Ursächlich hierfür war die Entwicklung der Personal-, Treibstoff- und Mautkosten im Beobachtungszeitraum.

Erneut hatte der Zuwachs der Personalkosten (plus 3,1 Prozent) die stärkste Auswirkung auf den Gesamtkostenanstieg. Grund ist der anhaltende Fahrermangel, der sich auch auf die regionalen Verteilerverkehre auswirkt. Mit 1,6 Prozentpunkten trugen die Personalkosten zum Gesamtkostenanstieg bei.

Signifikant ist auch der Anstieg der Treibstoffkosten, die sich nach einem Plus von 8,9 Prozent nahezu wieder auf dem Niveau des Jahres 2014 befinden. Ihr Beitrag zur Kostenentwicklung liegt bei 0,9 Prozentpunkten. Die Sachkosten gingen leicht zurück und korrigieren den Gesamtkostenindex um knapp 0,3 Prozentpunkte geringfügig nach unten.

Die flächendeckende Ausweitung der Bundesstraßenmaut zum 1. Juli 2018 führte im Vergleichszeitraum zu einem massiven Anstieg der Mautkosten in der Stückgutlogistik. Gleichzeitig hielt der Trend zum Einsatz größerer, mautpflichtiger Fahrzeuge im regionalen Zulieferverkehr an. Dadurch sind die Mautkosten insgesamt um 27,4 Prozent gestiegen. Aufgrund ihres geringen Anteils an den Gesamtkosten trugen die Mautkosten trotz ihres erheblichen Anstiegs mit lediglich 0,8 Prozentpunkten zum Anstieg des Gesamtindex bei. Die zum 1. Januar 2019 eingeführten neuen Mautsätze wurden in der aktuellen Erhebung noch nicht berücksichtigt, lassen aber auch für die nächste Indexveröffentlichung im Herbst 2019 einen Kostenzuwachs erwarten.

Änderungen ergaben sich erneut bei der Gewichtung der einzelnen Kostenarten. Der Anteil der Personalkosten an den gesamten Abwicklungskosten beträgt jetzt 53,1 Prozent, der Treibstoffkostenanteil 10,9 Prozent, der Anteil der Sachkosten liegt bei 32,4 Prozent und der Mautkostenanteil bei 3,6 Prozent.

Als Benchmark für den Stückgutmarkt wurde der „Kostenindex Sammelgutspedition“ zum neunten Mal im Auftrag des DSLV in Halbjahresabständen vom Steinbeis Beratungszentrum Forwarding and Logistics Center (FORLOGIC) erstellt. An der Erhebung haben sich die Systemverkehr-Netzwerke von 24plus Systemverkehre, CargoLine, Emons Spedition, Honold Logistik Gruppe, IDS Logistik, ILN International Logistic Network, ONLINE Systemlogistik, Rhenus Freight Logistics, Schenker Deutschland, VTL Vernetzte Transport Logistik und Friedrich Zufall mit insgesamt 95 Depots beteiligt.

Der DSLV vertritt als Spitzenorganisation die Speditions- und Logistikbranche sowie die Transportwirtschaft über alle Verkehrsträger hinweg (Straße, Schiene, See- und Binnenschifffahrt sowie Luftfracht), einschließlich der Organisation, Bereitstellung, Steuerung, Optimierung und Sicherung von Prozessen der Güterströme entlang der Lieferkette. Der DSLV repräsentiert über seine 16 Landesverbände etwa 3.000 Unternehmen mit 585.000 Beschäftigten.

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Markus Wolters
Referent Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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Nachhaltige CO2-Senkung im Verkehrssektor ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

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Berlin, 1. April 2019

Der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik zeigt sich zufrieden mit den Inhalten des Arbeitsgruppen-Zwischenberichts ‚Klimaschutz im Verkehr‘ der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM). Die Wege zur Erreichung der politischen Klimaziele im Verkehr werden hier – gemessen an vielen interessengelenkten Studien zuvor – vergleichsweise objektiv dargestellt. Chancen, Herausforderungen, Risiken und Kosten werden zutreffend analysiert.

Wichtig ist die zentrale Botschaft des Berichtes: Die technischen und prozessualen Anstrengungen des Mobilitätssektors für nachhaltige Emissionssenkungen werden vor allem angesichts des steigenden gesellschaftlichen Mobilitätsspruchs und Güterbedarfs gewaltig sein und sie gelingen nur gemeinsam und in Verbindung mit anderen Sektoren, insbesondere mit dem Energiesektor. Gleichzeitig wird die Trendumkehr sehr teuer werden. „Die Verkehrswende wird nicht alleine eine Aufgabe von einzelnen Akteuren, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung sein“, bilanziert DSLV-Präsident Axel Plaß den Zwischenbericht.

Aus Sicht der Logistik sind die dargestellten Handlungsfelder grundsätzlich zielführend. Hierzu zählen Antriebswechsel und Effizienzsteigerungen bei Pkw und Lkw, regenerative Kraftstoffe, Stärkung der Systeme Schiene und Binnenschifffahrt und Impulse für die Digitalisierung.

Plaß: „Der Bericht ist zutreffend, wenn er feststellt, dass Planungssicherheit am Standort Deutschland entscheidend ist, damit unverzüglich in Technologien, Produktionskapazitäten und Infrastrukturen investiert wird. Denn neben der Erreichung der Klimaziele ist es auch aus Sicht der Logistikbranche wichtig, dass hiesige Unternehmen ihre Technologie- und Marktführerschaft behalten. Für die Logistikunternehmen selbst wird es entscheidend sein, ob es ihnen gelingt, ihre technischen Investitionszyklen rechtzeitig mit möglichen fiskalischen ‚Bonus-Malus‘-Systemen zu synchronisieren.“

Denn dass die Umsetzung der genannten Handlungsfelder offensichtlich nicht ausreicht, um das politisch vorgegebene Minderungsziel für den Verkehrssektor von bis zu 42 Prozent bis 2030 (bezogen auf 1990) zu erreichen, verdeutlicht der Ag-Bericht ebenfalls und beziffert die Lücke auf 16 bis 26 Millionen Tonnen CO2. Staatliche Eingriffe wie zusätzliche Steuern und Abgaben sowie Quoten für emissionsfreie Fahrzeuge oder für regenerative Kraftstoffe sind aber grundsätzlich nicht erste Wahl der Wirtschaft.

Aus Sicht des DSLV ist es deshalb richtig, der Bundesregierung zunächst einen Prüfauftrag für die Ausgestaltung und die Konsequenzen einer CO2-Bepreisung des Verkehrssektors zu erteilen, mit dem nicht nur die ökologische Lenkungswirkung und ökonomische Konsequenzen, sondern auch soziale Folgen betrachtet werden müssen.

Plaß: „Ob auf Wirtschaft und Verbraucher – wie von zahlreichen politisch Verantwortlichen zugesagt – tatsächlich ‚faire Kosten‘ zukommen, wird sich zeigen.“


Der DSLV vertritt als Spitzenorganisation die Speditions- und Logistikbranche sowie die Transportwirtschaft über alle Verkehrsträger hinweg (Straße, Schiene, See- und Binnenschifffahrt sowie Luftfracht), einschließlich der Organisation, Bereitstellung, Steuerung, Optimierung und Sicherung von Prozessen der Güterströme entlang der Lieferkette. Der DSLV repräsentiert über seine 16 Landesverbände etwa 3.000 Unternehmen mit 585.000 Beschäftigten.

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DSLV benennt sich um in ‚Bundesverband Spedition und Logistik‘

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Neuer Name – etablierte Marke

Berlin, 19. Februar 2019. Der Deutsche Speditions- und Logistikverband e. V. (DSLV) firmiert ab sofort unter der Bezeichnung ‚DSLV Bundesverband Spedition und Logistik e. V.‘. „Mit der neuen Namensgebung soll die föderale Verbandsstruktur, in welcher der DSLV als Dach- und Spitzenverband arbeitet, unterstrichen werden“, kommentiert Präsident Axel Plaß die Entscheidung. Jetzt mit neuem Logo bleibt die bei Politik, Presse, Öffentlichkeit und Mitgliedsunternehmen bekannte Marke ‚DSLV‘ aber erhalten.

Durch 16 regionale Landesverbände repräsentiert der DSLV die verkehrsträgerübergreifenden Interessen von etwa 3.000 Speditions- und Logistikbetrieben, die mit insgesamt 585.000 Beschäftigten und einem jährlichen Branchenumsatz in Höhe von mehr als 100 Milliarden Euro wesentlicher Teil der drittgrößten Branche Deutschlands sind. Die Mitgliederstruktur reicht von global agierenden Logistikkonzernen, 4PL- und 3PL-Providern über größere, inhabergeführte Speditionshäuser mit eigenen LKW-Flotten sowie Befrachter von Binnenschiffen und Eisenbahnen bis hin zu See-, Luftfracht-, Zoll- und Lagerspezialisten.

Speditionen fördern und stärken die funktionale Verknüpfung sämtlicher Verkehrsträger. Die Verbandspolitik des DSLV wird deshalb maßgeblich durch die verkehrsträgerübergreifende Organisations- und Steuerungsfunktion des Spediteurs bestimmt“, erläutert Plaß die Ausrichtung des Bundesverbands. Der DSLV ist politisches Sprachrohr sowie zentraler Ansprechpartner für die Bundesregierung, für die Institutionen von Bundestag und Bundesrat sowie für alle relevanten Bundesministerien und -behörden im Gesetzgebungs- und Gesetzumsetzungsprozess, soweit die Logistik und die Güterbeförderung betroffen sind. Gemeinsam mit seinen Landesverbänden ist der DSLV Berater und Dienstleister für die Unternehmen seiner Branche. Als Arbeitgeberverbände und Sozialpartner vertreten die DSLV-Landesverbände die Branche in regionalen Tarifangelegenheiten.

Der DSLV ist Mitglied des Europäischen Verbands für Spedition, Transport, Logistik und Zolldienstleistung (CLECAT), Brüssel, der Internationalen Föderation der Spediteurorganisationen (FIATA), Zürich, sowie assoziiertes Mitglied der Internationalen Straßentransport-Union (IRU), Genf. In diesen internationalen Netzwerken nimmt der DSLV auch Einfluss auf die Entwicklung des EU-Rechts in Brüssel und Straßburg und auf internationale Übereinkommen der UN, der WTO, der WCO, u. a.

Die Änderung des Verbandsnamens hatte die Mitgliederversammlung des DSLV bereits im September 2018 beschlossen; jetzt hat das Registergericht die Änderung auch im Vereinsregister vollzogen. Der DSLV vertritt als Spitzenorganisation die Speditions- und Logistikbranche sowie die Transportwirtschaft über alle Verkehrsträger hinweg (Straße, Schiene, See- und Binnenschifffahrt sowie Luftfracht), einschließlich der Organisation, Bereitstellung, Steuerung, Optimierung und Sicherung von Prozessen der Güterströme entlang der Lieferkette. Der DSLV repräsentiert über seine 16 Landesverbände etwa 3.000 Unternehmen mit 585.000 Beschäftigten.

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AllgemeinStraßenverhältnisse, Abstand, Nebel, Kälte

Schlechte Sicht: Vorausschauend fahren und Abstand halten TÜV Rheinland: Größerer Abstand bei Nebel, Regen und Schnee Abblendlicht anstatt Tagfahrlicht einschalten

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Köln (ots) – Für Autofahrer hat das Wetter im Spätherbst einige Tücken parat:

Nebelbänke oder feuchtes Laub, Raureif und erster Schnee machen die Straßen glitschig und glatt. Vorausschauendes Fahren ist dann besonders wichtig. Wer auf Straßenverhältnisse und Umgebung achtet, kann bestimmte Gefahren erkennen. Zum Beispiel taucht Nebel eher selten überraschend auf, sondern bildet sich in Mulden, entlang von Flüssen und Seen. Wer dennoch von einem Nebelfeld überrascht wird, sollte nicht abrupt, sondern sachte abbremsen, den Fuß vom Gas nehmen und das Tempo den Sichtverhältnissen anpassen.

Licht einschalten und Abstand halten

„Der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug sollte so viele Meter betragen wie der Tacho als Geschwindigkeit anzeigt“, sagt Thorsten Rechtien, Kraftfahrtexperte bei TÜV Rheinland. „Wer Tempo 70 fährt, sollte dann auch mindestens 70 Meter Abstand halten. Die Leitpfosten am Fahrbahnrand lassen sich gut zur Abstandsmessung nutzen, da sie meist 50 Meter auseinander stehen.“ Wichtig: Bei Nebel ebenso bei Regen und Schnee, unbedingt das Abblendlicht anmachen, denn beim Tagfahrlicht können die Heckleuchten je nach Fahrzeug ausgeschaltet sein. Die Nebelschlussleuchte darf jedoch nur unter 50 Meter Sichtweite eingeschaltet sein. Dann beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit 50 km/h.

Freie Scheiben für den Durchblick

Zu den Begleiterscheinungen im Spätherbst und Winter gehören auch von Raureif und Eis bedeckte Scheiben. So unangenehm es bei Kälte auch sein mag, vor dem Losfahren müssen alle Autoscheiben freigekratzt sein. Nur ein Guckloch reicht nicht aus. Deutlich komfortabler ist eine eingebaute Standheizung mit Zeitschaltuhr. „Eine Standheizung darf jedoch nur im Freien betrieben werden. Wer bloß kurze Strecken fährt, sollte auf diese Annehmlichkeit verzichten, weil die Heizung vermutlich mehr Batteriestrom verbraucht als während der anschließenden Fahrt nachgeladen werden kann“, erklärt Rechtien. Dass die feuchte Luft im Wageninnern die kalten Scheiben beschlägt, lässt sich einfach verhindern: Klimaanlage, Scheibenheizung oder Gebläse sorgen schnell wieder für ungetrübte Sicht.

Quelle: presseportal.de

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AllgemeinLogistikSpeditionVerkehr

Viele gefährliche Fahrzeuge kommen aus Deutschland baua: Bericht „Gefährliche Produkte 2018“ erschienen

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Dortmund (ots) – Im Jahr 2017 meldeten die europäischen Marktüberwachungsbehörden 2.199 risikobehaftete Produkte. Negativ fielen den Behörden besonders Spielzeug und Kraftfahrzeuge auf. Das zeigt die aktuelle Auswertung der im Rahmen des europäischen Schnellwarnsystems RAPEX europaweit gemeldeten Produkte. Wird gefährliches Spielzeug immer noch häufig in China hergestellt und exportiert, kommen hingegen viele gefährliche Kraftfahrzeuge aus Deutschland. Diese und weitere Fakten enthält der Bericht „Gefährliche Produkte 2018“, den die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) als zentrale Meldestelle in Deutschland jetzt herausgegeben hat.

Die deutschen Marktüberwachungsbehörden haben im vergangenen Jahr 331 RAPEX-Meldungen über gefährliche Produkte mit ernstem Risiko (höchste Risikostufe), die in Deutschland aufgefunden wurden, an die BAuA weitergeleitet. Die Zahl der Meldungen aus dem Bereich der Kraftfahrzeuge nimmt dabei bereits seit einigen Jahren stetig zu. Insgesamt 240 Meldungen der Kategorie Fahrzeuge wurden von den deutschen Marktüberwachungsbehörden gemeldet. Im Vergleich zum Jahr 2010 (46 Meldungen) hat sich die Zahl damit verfünffacht. Bei den Produkten handelte es sich hauptsächlich um PKW verschiedener Modelle, aber auch bei LKW, Omnibussen, Krafträdern sowie bei Wohnmobilen wurden ernste Risiken ermittelt. 142 der 331 gemeldeten Produkte und damit ein Anteil von 42,9 Prozent kamen von deutschen Herstellern. Dabei stammten 138 der 142 gefährlichen Produkte von deutschen Automobilherstellern oder Zulieferern.

Eine weitere interessante Entwicklung offenbart der Jahresbericht im Hinblick auf zurückgerufene Fahrzeuge, deren Stückzahl seit 2014 rasant ansteigt. Insgesamt wurden europaweit mehr als 32,1 Mio. Fahrzeuge aufgrund ernster Risiken gemeldet und zurückgerufen. Zunehmend sind mehr „junge“ Fahrzeuge betroffen. Das sind Fahrzeuge, die bereits im Jahr ihrer Produktion oder im Folgejahr von den Herstellern zurückbeordert und nachgebessert werden. Kürzere Entwicklungszeiten und häufigere Modellwechsel könnten mögliche Ursachen hierfür sein.

Auf dem deutschen Markt wurden auch gefährliche Produkte entdeckt, die gegen die REACH-Verordnung verstoßen haben. Insgesamt wurden 37 Produkte aufgrund erhöhter Konzentrationen chemischer Stoffe gemeldet. Hierbei handelte es sich fast ausschließlich um Kleidungsstücke aus Leder, bei denen der Chromgehalt deutlich überschritten wurde. Auch bei 19 elektrischen Betriebsmitteln mussten die Marktüberwachungsbehörden schwerwiegende Mängel feststellen.

Eine Auswertung von Unfallberichten zu tödlichen Arbeitsunfällen mit technischen Produkten vervollständigt den Bericht. Im Jahr 2017 erreichten die BAuA von den von den Aufsichtsbehörden im Arbeitsschutz bis zum Stichtag 143 Unfallmeldungen, davon 105 mit Produktbezug. Eine detailliertere Auswertung der Produkte, die unter die Maschinenrichtlinie fallen, zeigt, dass an vielen Unfällen LKW (20,5 Prozent) beteiligt waren. (Erd-)Baumaschinen wie Bagger, Kräne oder Radlader nehmen in Summe einen Anteil von etwa 29 Prozent ein. Der Bericht schließt mit den amtlichen Bekanntmachungen in 2017 ab.

„Gefährliche Produkte 2018. Informationen zur Produktsicherheit“; Isabell Bentz, Dr. Tobias Bleyer, Jochen Blume, Marie Pendzich, Katharina Kriegler-Schmidt; 1. Auflage; Dortmund/Berlin/Dresden; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2018; DOI 10.21934/baua:bericht20180822; 68 Seiten. Den Bericht im PDF-Format sowie weitere Informationen zur Produktsicherheit gibt es im Internetangebot der BAuA unter www.produktsicherheitsportal.de.

 

Quelle: presseportal.de

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