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PwC-Studie: Trotz Rückgang – Ballungsräume und Top-Lagen in Innenstädten bleiben für Logistikimmobilien attraktiv

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Düsseldorf (ots)

Logistiker investieren in die Top-A-Lagen der Innenstädte / Handel und Konsumgüterunternehmen bauen metropolnahe Verteilzentren aus / Zwei Drittel der Unternehmen aus beiden Branchen sehen Fahrverbote und Umweltauflagen als Investitionshindernis / Immobilienkooperationen mit Mitbewerbern und anderen Marktteilnehmern sind keine Option

Die Boom-Jahre für Logistikimmobilien sind scheinbar vorbei: In den kommenden fünf Jahren planen nur noch 44 Prozent der Logistikunternehmen Neubau-, Modernisierungs- und Anmietungsprojekte. Bei den Händlern und Konsumgüterherstellern sind es 60 Prozent – in beiden Branchen entspricht dies einem Rückgang von 15 Prozentpunkten. Zuwächse gegen den Trend gibt es bei Projekten in Ballungsräumen – und im Osten Deutschlands. Fahrverbote und Umweltauflagen stellen dabei für rund zwei Drittel der Unternehmen ein Investitionshindernis dar. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), für die 100 Logistikdienstleister und 100 Unternehmen aus Handel und Konsumgüterindustrie befragt wurden.

Ballungszentren haben wachsende Priorität

Jedes dritte Unternehmen aus dem Handel und der Konsumgüterindustrie plant metropolnahe Verteilzentren (plus 7 Prozentpunkte), während Logistiker verstärkt in die Top-A-Lagen in Zentrumsnähe investieren (plus 6 Prozentpunkte). Reine Lagerimmobilien im Innenstadtbereich sind besonders für Stückgutdienstleister relevant: 12 Prozent gaben an, bis 2024 in entsprechende Projekte für die innerstädtische Versorgung zu investieren. Standorte fernab der Ballungszentren sind in Zukunft jedoch für beide Branchen deutlich weniger gefragt (minus 13 Prozentpunkte).

Zuwächse im Osten – Verluste im Westen

An Attraktivität gewinnen Standorte im Osten Deutschlands. Deutlich mehr Logistiker, vor allem Kontraktlogistiker, planen dort neue Immobilienprojekte (Zuwachs um 13 Prozentpunkte). Im Gegenzug reduzieren sie ihr Engagement im Westen (minus 14 Prozentpunkte). Handel und Konsumgüterunternehmen sind in den gleichen Regionen präsent wie in den Vorjahren, insgesamt bleibt der Westen die stärkste Region.

„Vor allem Logistikdienstleister, die Mehrwertdienstleistungen für Industriekunden übernehmen, sehen für die Zukunft ein geringes Arbeitskräfteangebot und Fahrverbote als drängende Probleme für die Realisierung von Immobilienprojekten. Hinzu kommt der enorme Kostendruck in der Branche, somit sind günstigere Flächen im Osten eine Option. Das Konzept geht aber nur auf, wenn die Kunden dort vor Ort sind“, analysiert Ingo Bauer, Leiter des Bereichs Transport und Logistik bei PwC Deutschland die Immobiliensituation bei den Logistikern.

Fahrverbote als größtes Investitionshemmnis für Logistiker

Die größten Hürden, mit denen sich Logistikunternehmen beim Bau neuer Logistikimmobilien konfrontiert sehen, sind zunehmende Fahrverbote und Umweltauflagen (79 Prozent). Auf Rang zwei der Investitionshemmnisse rangieren die hohen Bau- und Finanzierungskosten, die 74 Prozent der Befragten als problematisch empfinden. 72 Prozent sehen das geringe Arbeitskräfteangebot als Hemmschuh. Bei den Handels- und Konsumgüterunternehmen sind lange Planungs- und Genehmigungsprozesse das größte Problemfeld (70 Prozent), gefolgt von hohen Grund- und Gewerbesteuern (68 Prozent) und einem geringen Arbeitskräfteangebot (64 Prozent).

Senkung der Energiekosten als Investitionsanreiz

Durch die zunehmende Automatisierung und den Einsatz von Elektrofahrzeugen steigt der Stromverbrauch in Lagerhallen und Verteilzentren. Einer der wichtigsten Treiber, in Logistikimmobilien zu investieren, ist folglich die Senkung der Energiekosten (42 Prozent), etwa durch die Modernisierung der Immobilien. Wichtiger ist nur die Vergrößerung der Flächen, die für 65 Prozent der Befragten die zentrale Motivation für eine Investition in Logistikimmobilien in den kommenden fünf Jahren darstellt.

„Logistikimmobilien der Handels- und Konsumgüterbranche müssen in Zukunft sehr viel flexibler nutzbar sein, damit die Multichannel-Strategien der Händler aufgehen. Kombinationen von Büro-, Verkaufs- und Lagerflächen, die intelligente und kostengünstige Lösungen für die letzte Meile zum Kunden ermöglichen, sind deswegen Top-Themen der Branche“, sagt Dr. Christian Wulff, Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter bei PwC Deutschland.

Noch ein weiter Weg zur nachhaltigen City-Logistik

Im Hinblick auf die Trends der kommenden fünf bis zehn Jahre zeigen sich Unternehmen aus dem Handel und der Konsumgüterindustrie aufgeschlossener für neue Ideen als Logistikdienstleister. Unter den Logistikunternehmen sieht nur jeweils rund ein Drittel die Bedeutung von Kapazitätserweiterungen für ihr Unternehmen als relevant an, etwa durch eine verdichtete Bebauung, mehrstöckige Lagerhallen, den Aufbau intelligenter Logistikimmobilien sowie die Möglichkeiten einer emissions- und geräuscharmen Nachtbelieferung. Sogenannte Micro- oder Mobile-Hubs haben für sie kaum eine Relevanz (7 bis 9 Prozent). Bei den Handels- und Konsumgüterunternehmen liegt dieser Anteil deutlich höher: Trends wie Verdichtung und der Aufbau intelligenter, vernetzter Logistikzentren sind für 47 bzw. 43 Prozent wichtig. Keine Option für über 90 Prozent der Befragten aus beiden Branchen sind derzeit dagegen Immobilienkooperationen mit Mitbewerbern oder anderen Marktteilnehmern.

„Für eine effiziente City-Logistik ist die Lage der Immobilien im Innenstadtbereich und in der Nähe von Ballungszentren enorm wichtig. Neue Grundstücke sind jedoch rar und somit hat die intelligente Umnutzung vorhandener Flächen für Investoren eine hohe Priorität“, sagt Susanne Eickermann-Riepe, Leiterin des Bereichs Real Estate bei PwC Deutschland.

Auf dem Weg zu mehr Kundennähe ist der Strom in die Ballungsräume auch bei den Logistikimmobilien nicht aufzuhalten. „Intelligente Logistikzentren in Kombination mit vernetzten, zentrumsnahen Verteilzentren und Hubs sind ein guter Ansatz, die Potenziale in der City-Logistik durch zukunftsfähige Logistikimmobilien zu heben“, resümiert Ingo Bauer.

Über PwC:

PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 250.000 Mitarbeiter in 158 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei. Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine oder mehrere der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften. Weitere Details unter www.pwc.com/structure.

Pressekontakt:

Martin Krause
PwC Communications
Tel.: (0211) 981 – 1657
E-Mail: m.krause@pwc.com
www.pwc.de/Logistikimmobilien

Quelle: www.presseportal.de

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KarriereLogistikSpedition

Duale Ausbildung sichert Karrieren in der Logistik

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Nachwuchspreis Spedition und Logistik‘
Berlin, 13. September 2019

Der diesjährige ‚Nachwuchspreis Spedition und Logistik‘ geht an Femke Marie Fürst. Ausgezeichnet wurde die 22-jährige, die ihre Ausbildung zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung bei Kühne + Nagel in Bremen absolvierte, auf dem Unternehmertag des DSLV Bundesverband Spedition und Logistik am 13. September 2019 in Berlin. Als nationale Siegerin hat sich Fürst für die Teilnahme am ‚International Young Professionals Award‘ der Weltspediteurorganisation FIATA qualifiziert.

Den zweiten Platz belegt Linus Falko Emmeluth (22), Ausbildung bei der Ipsen Logistics GmbH in Bremen. Dritter Sieger ist der 21-jährige Andreas Hieronymus, der bei Kühne + Nagel in Neutraubling ausgebildet wurde.
DSLV-Präsident Axel Plaß: „Ich danke den Unternehmen, die sich an dem Wettbewerb beteiligt haben, für ihr besonderes Engagement bei der Ausbildung von Spitzenkräften im Bereich Spedition und Logistik. In diesem Jahr werden drei Nachwuchskräfte ausgezeichnet, die am Anfang ihrer Karriere bereits exzellente Fach- und Praxiskenntnisse bewiesen haben. Das duale Berufsausbildungssystem bietet den jungen Menschen nach wie vor zahlreiche Chancen für eine Karriere in der Logistik.“

Im jährlichen Wettbewerb um den Nachwuchspreis, der vom DSLV und der Deutschen Verkehrs-Zeitung (DVZ) bereits zum 14. Mal ausgelobt wurde, musste ein anspruchsvolles Transportkonzept für Windenergieanlagen erarbeitet werden. Dafür wurden ein Vor-, Haupt- und Nachlaufkonzept inklusive Risiken, Handling- und Staumaßnahmen gefordert, mit dem Ziel, die Kosten möglichst gering zu halten.

„Mit dem Wettbewerb der besten Nachwuchstalente unserer Branche bestärken wir junge Berufseinsteiger in ihrem Ehrgeiz, sich weiterzuentwickeln“, lobt Gabriele Schwarz, Vorsitzende der DSLV-Kommission Berufliche Bildung. „Die Auszeichnung würdigt nicht nur das Engagement der Auszubildenden, sondern ebenso die hochwertige Berufsausbildung in den Betrieben.“

Für die Teilnahme am ‚Nachwuchspreis Spedition und Logistik‘ können sich alle Absolventen der Ausbildung zur Kauffrau/zum Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung mit der Abschlussnote ‚sehr gut‘ bewerben. Sechs Kandidatinnen und Kandidaten qualifizieren sich für die Endrunde, um ihre Konzepte vor einer Fachjury aus Experten des DSLV und der DVZ vorzutragen.

Der DSLV vertritt als Spitzenorganisation die Speditions- und Logistikbranche sowie die Transportwirtschaft über alle Verkehrsträger hinweg (Straße, Schiene, See- und Binnenschifffahrt sowie Luftfracht), einschließlich der Organisation, Bereitstellung, Steuerung, Optimierung und Sicherung von Prozessen der Güterströme entlang der Lieferkette. Der DSLV repräsentiert über seine 16 Landesverbände etwa 3.000 Unternehmen mit über 600.000 Beschäftigten

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LogistikSpeditionWirtschaft

Bundesregierung muss Klimaschutz im Straßengüterverkehr finanziell beschleunigen

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Berlin, 24. Juni 2019

Damit die erheblichen Investitionsanstrengungen der Logistikbranche für nachhaltige CO2-Emissionssenkungen unter wirtschaftlich zumutbaren Bedingungen zusätzlich beschleunigt werden, bedarf es einer umfassenden Förderstrategie. Hierzu hat der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik jetzt gemeinsam mit fünf weiteren Logistik- und Transportverbänden Vorschläge für Unterstützungsprogramme der Bundesregierung unterbreitet. Mit dieser auf das Jahr 2030 ausgerichteten Strategieempfehlung sprechen sich die Verbände für eine sinnvolle Kombination mittel- und langfristiger Anreizsysteme, wie eine teilweise und vollständige Mautbefreiung, Steuerbegünstigungen sowie Direktförderungen für die Anschaffung und Umrüstung von Lkw aus.
 „Die nächsten zehn Jahre werden über das Gelingen der Verkehrswende entscheiden. Um CO2-Reduktionen in der von der Bundesregierung in ihrem Klimaschutzplan festgelegten Größenordnung erreichen zu können, müssen für den Straßengüterverkehr jetzt auch die finanziellen Weichen gestellt werden“, fordert DSLV-Präsident Axel Plaß anlässlich eines Treffens der DSLV-Spitze mit Dr. Michael Güntner, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur am 24. Juni 2019. Plaß weiter: „Werden nicht sämtliche technischen Möglichkeiten zur Emissionssenkung schnell ausgeschöpft, können die politisch festgelegten Klimaziele nicht ansatzweise Realität werden. Hierzu brauchen die Logistikunternehmen für ihre Lkw-Flotten nicht nur verbindliche technische Orientierung, sondern vor allem auch finanzielle Anreize für einen schnellen Umstieg auf deutlich teurere alternative Antriebe.“

Hierfür definieren die Verbände in ihrer gemeinsamen Strategieempfehlung notwendige technische und politische Rahmenbedingungen und den Handlungsbedarf. Die bestehenden Fördermaßnahmen der Bundesregierung für den Umstieg auf alternative Antriebe müssen nicht nur ergänzt, sondern deutlich langfristiger an den Investitionszyklen der Unternehmen für ihre Lkw-Flotten ausgerichtet und damit für die Wirtschaft planbarer ausgestaltet werden.

Konkret fordern die Verbände
•        eine Verlängerung der Energiesteuerbefreiungen für CNG und LNG um weitere vier Jahre;
•        eine vollständige oder teilweise, an CO2-Emissionswerten orientierte Mautbefreiung über das Jahr 2020 hinaus für mindestens einen Investitionszyklus für Lkw-Flotten mit CNG-, LNG-, Batterie- und Wasserstoff/Brennstoffzelle-Betrieb;
•        höhere Direktförderungen für Neuanschaffungen und Umrüstung von Lkw mit CNG-, LNG-, Batterie- und Wasserstoff/Brennstoffzelle-Antrieb;
•        höhere degressive steuerliche Abschreibungen von energieeffizienten Lkw mit CNG-, LNG-, Batterie- und Wasserstoff/Brennstoffzellen-Antrieb.

Grundvoraussetzung ist, dass alternative Lkw-Antriebe und ihre jeweiligen Betankungs- und Aufladeinfrastrukturen von der Herstellerindustrie und der Energiewirtschaft überhaupt serien- und marktreif entwickelt werden, damit sie für die Unternehmen der Logistikbranche wirtschaftlich einsetzbar sind. Nach dem Stand der Technik liegt der Anschaffungspreis gasbetriebener (LNG) Lkw heute 35 Prozent über dem konventioneller Diesel-Lkw. Die Investitionsmehrkosten für Elektro-Lkw liegen bei bis zu 200.000 Euro, noch teurer ist die Anschaffung von Brennstoffzellen-Lkw.

Die ,Förderstrategie 2030 für energieeffiziente Lkw‘ hat der DSLV gemeinsam mit dem Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ), dem Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK), dem Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der Bundesvereinigung Logistik (BVL) und dem Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL) entwickelt.

Der DSLV vertritt als Spitzenorganisation die Speditions- und Logistikbranche sowie die Transportwirtschaft über alle Verkehrsträger hinweg (Straße, Schiene, See- und Binnenschifffahrt sowie Luftfracht), einschließlich der Organisation, Bereitstellung, Steuerung, Optimierung und Sicherung von Prozessen der Güterströme entlang der Lieferkette. Der DSLV repräsentiert über seine 16 Landesverbände etwa 3.000 Unternehmen mit 585.000 Beschäftigten.



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LogistikSpedition

Speditionen liefern Impulse für digitale Logistikprozesse

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Berlin, 17. Juni 2019. Auswirkungen der Digitalisierung auf das Kerngeschäft von Speditionen und Logistikunternehmen sowie Chancen auf neue Geschäftsfelder erläutert ein vom DSLV Bundesverband Spedition und Logistik herausgegebenes ,Innovationsradar‘. Die zunehmende Verknüpfung speditioneller Prozesse, mit denen der verladenden Industrie und des Handels schafft die Voraussetzung für zusätzliche Netzwerkeffekte, die den wirtschaftlichen Nutzen digitaler Technologien multiplizieren können, heißt es in dem DSLV-Leitfaden zur Digitalisierung der Logistik.

Der Leitfaden beschreibt zudem die Rahmenbedingungen für eine Logistik 4.0 und gibt Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Politik. Heute relevante Technologien von ,Blockchain‘ bis ,Virtual Reality‘ und deren Anwendungsfelder werden erläutert, um Hilfestellungen für weitere Schritte zur digitalen Transformation speditioneller Prozesse zu liefern.

„Speditionen und Logistikunternehmen sind besonders positioniert, um für alle Glieder der Lieferkette Innovationsimpulse geben und gleichzeitig von der Digitalisierung profitieren zu können“, so Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des DSLV. Und weiter: „Digitalisierung darf nicht als Prozess verstanden werden, der einmal initiiert wird und einige Zeit später erfolgreich abgeschlossen ist, sondern mehr als Vermögen, mit einem ständigen Wandel umzugehen. Eine Fähigkeit also, die in der DNA moderner Speditionsunternehmen verankert ist.“

Die Digitalisierung der Logistik war auch ein zentrales Thema der internationalen Branchenleitmesse ,transport logistic’ vom 4. bis 7. Juni 2019 in München. Mit mehr als 450 Besuchern war das vom DSLV organisierte Fachforum ,Künstliche Intelligenz – Logistik wird smarter und autonomer‘ das nach der Eröffnungsveranstaltung am besten besuchte Forum der Messe. Das Panel (Prof. Dr. Michael ten Hompel, Geschäftsführender Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, Dr. Joachim Weise, Senior Vice President Data Strategy and Analytics, DB Schenker, Alexander Hoffmann CEO, TNX Logistics und Joris D’Incà Partner, Oliver Wyman, Frank Huster – Moderator – ) war sich übereinstimmend sicher: „Der Grad der Digitalisierung hängt nicht von der Größe des Unternehmens ab, sondern vom Geschäftsmodell. Weit mehr als die Hälfte aller Transportfälle können zukünftig digital gemanagt werden, für die übrigen braucht es weiter klassische Kompetenzen. Zukünftig erfolgreich werden die Unternehmen, die beides beherrschen.“

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AllgemeinLogistikSpedition

DSLV-Index Sammelgutspedition: Kosten in der Stückgutlogistik um 3,1 Prozent gestiegen

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Personal, Treibstoff und Maut verteuern Stückgutverkehre

Berlin, 4. April 2019

Die Abwicklungskosten im deutschen Stückgutmarkt sind im Vergleich der zweiten Halbjahre 2017 und 2018 um 3,1 Prozent gestiegen. Dies zeigt die aktuelle Ausgabe des „Kostenindex Sammelgutspedition“ des DSLV Bundesverband Spedition und Logistik. Ursächlich hierfür war die Entwicklung der Personal-, Treibstoff- und Mautkosten im Beobachtungszeitraum.

Erneut hatte der Zuwachs der Personalkosten (plus 3,1 Prozent) die stärkste Auswirkung auf den Gesamtkostenanstieg. Grund ist der anhaltende Fahrermangel, der sich auch auf die regionalen Verteilerverkehre auswirkt. Mit 1,6 Prozentpunkten trugen die Personalkosten zum Gesamtkostenanstieg bei.

Signifikant ist auch der Anstieg der Treibstoffkosten, die sich nach einem Plus von 8,9 Prozent nahezu wieder auf dem Niveau des Jahres 2014 befinden. Ihr Beitrag zur Kostenentwicklung liegt bei 0,9 Prozentpunkten. Die Sachkosten gingen leicht zurück und korrigieren den Gesamtkostenindex um knapp 0,3 Prozentpunkte geringfügig nach unten.

Die flächendeckende Ausweitung der Bundesstraßenmaut zum 1. Juli 2018 führte im Vergleichszeitraum zu einem massiven Anstieg der Mautkosten in der Stückgutlogistik. Gleichzeitig hielt der Trend zum Einsatz größerer, mautpflichtiger Fahrzeuge im regionalen Zulieferverkehr an. Dadurch sind die Mautkosten insgesamt um 27,4 Prozent gestiegen. Aufgrund ihres geringen Anteils an den Gesamtkosten trugen die Mautkosten trotz ihres erheblichen Anstiegs mit lediglich 0,8 Prozentpunkten zum Anstieg des Gesamtindex bei. Die zum 1. Januar 2019 eingeführten neuen Mautsätze wurden in der aktuellen Erhebung noch nicht berücksichtigt, lassen aber auch für die nächste Indexveröffentlichung im Herbst 2019 einen Kostenzuwachs erwarten.

Änderungen ergaben sich erneut bei der Gewichtung der einzelnen Kostenarten. Der Anteil der Personalkosten an den gesamten Abwicklungskosten beträgt jetzt 53,1 Prozent, der Treibstoffkostenanteil 10,9 Prozent, der Anteil der Sachkosten liegt bei 32,4 Prozent und der Mautkostenanteil bei 3,6 Prozent.

Als Benchmark für den Stückgutmarkt wurde der „Kostenindex Sammelgutspedition“ zum neunten Mal im Auftrag des DSLV in Halbjahresabständen vom Steinbeis Beratungszentrum Forwarding and Logistics Center (FORLOGIC) erstellt. An der Erhebung haben sich die Systemverkehr-Netzwerke von 24plus Systemverkehre, CargoLine, Emons Spedition, Honold Logistik Gruppe, IDS Logistik, ILN International Logistic Network, ONLINE Systemlogistik, Rhenus Freight Logistics, Schenker Deutschland, VTL Vernetzte Transport Logistik und Friedrich Zufall mit insgesamt 95 Depots beteiligt.

Der DSLV vertritt als Spitzenorganisation die Speditions- und Logistikbranche sowie die Transportwirtschaft über alle Verkehrsträger hinweg (Straße, Schiene, See- und Binnenschifffahrt sowie Luftfracht), einschließlich der Organisation, Bereitstellung, Steuerung, Optimierung und Sicherung von Prozessen der Güterströme entlang der Lieferkette. Der DSLV repräsentiert über seine 16 Landesverbände etwa 3.000 Unternehmen mit 585.000 Beschäftigten.

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